Hier finden Sie Aktionen und Aktivitäten, die wir vor einiger Zeit durchgeführt haben. Wir wollen so den Punkt "Aktuell" wirklich für Aktuelles frei und übersichtlich halten und verschieben die Nachrichten nach einiger Zeit hier hin.

9.11.2012

Einen Tag nach der Gründung der BI gibt es bereits Neuigkeiten. Wir haben über Umwege bisher nicht vorliegende Informationen aus dem Ministerium zum Verfahren in Sachen Forensik-Standort erhalten, die wir nun prüfen. Näheres dazu folgt in Kürze, noch müssen wir vertraulich bleiben. Wir können aber schon sagen, dass eine Entscheidung Kleine Höhe oder Lichtscheid nach wie vor völlig offen ist.

Die WZ schreibt heute leider, für Lichtscheid würde mehr sprechen als für die Kleine Höhe. Scheinbar bereitet man sich dort auf ein "Umfallen" vor. Erinnern Sie sich noch: Laut Herrn Maus war doch alles "in trockenen Tüchern" und die Forensik ginge an die kleine Höhe! Da war unsere Einschätzung deutlich professioneller ... Das ruft geradezu nach Leserbriefen aus Lichtscheid: WZ (redaktion.leserbriefe@westdeutsche-zeitung.de, Otto-Hausmann-Ring 185, 42115 W)

Müssen / können wir jetzt nichts mehr machen? Nein! Im Gegenteil!

Jetzt ist es umso wichtiger, dass wir am Ball bleiben. Unsere Online-Petition nimmt nach nur knapp vier Tagen heute Abend die 600er-Marke, dazu kommen schon jetzt eine große Anzahl von Offline-Unterschriften. Danke an alle, die beim Verbreiten der Homepage und der Listen helfen oder sogar selbst sammeln!!!

Hier unsere Presserklärung zur Demo am Montag. Unser Tenor dort (mit Blick auf die Haltung der Grünen): Wer mit dem Argument "Naturschutz" eine Forensik mitten in die Stadt setzt, hat nicht zu Ende gedacht. Zerstört man die Attraktivität stadtnaher Wohnquartiere fördert man den Zug auf "die grüne Wiese" und damit die Zersiedlung. Das hat mit Naturschutz nichts zu tun. Wir stützen dagegen den fraktionsübergreifenden Antrag, der nach unseren Informationen die Müngstener Straße als Standort ausschließen wird und einen geeigneten Standort im Landgerichtsbezirk (also keineswegs zwingend in Wuppertal) fordert. Das ist genau unsere Linie. Wir fordern von der Politik einen "Dritten Weg" für Wuppertal. Erstmals haben wir mit SAT1 NRW, RTL West, Radio NRW, NRW TV und dem ZDF auch überregionale Medien mit in den Verteiler aufgenommen.



Stühlerücken, um Platz zu schaffen, ein Kamaramann, der durchs Fenster steigen muss, rund 50 Menschen vor den Fenstern und Schlangen aus der Türe: Das sind die Bilder des Abends.

 

Wohl noch niemals zuvor versuchten so viele Menschen, in den Spiegelsaal des CVJM zu gelangen - einer Einrichtung der Jugendarbeit, keine 300 Meter vom geplanten Forensik-Standort entfernt. Wir danken dem CVJM von dieser Stelle noch einmal herzlich dafür, dass wir den Saal kostenlos nutzen durften! Danke!

Drinnen dann diskutierten und sprachen wir gut eine Stunde über die Lage, die Gründung der Bürgerinitiative und was zu tun ist. Die Medien berichteten in aller Ausführlichkeit. Klar wurde uns als Initiatoren: Der Bezirk Lichtscheid steht hinter unseren Forderungen, zusammengefasst: Ausschluss des völlig ungeeigneten Standorts Lichtscheid und Suche nach einem geeigneten Alternativstandort mit möglichst geringen negativen Auswirkungen!

Vom Abend ging auch ein Signal des Protestes aus: Hunderte Rote Karten zeigten wir Frau Ministerin Steffens und 100 Postkarten mit unseren Anliegen wurden direkt vor Ort verfasst.

 

Jetzt gilt es, unseren Protest am 12.11.2012 um 16.00 h auf den Rathausvorplatz zu tragen!

 

Danach sind weitere Termine und Aktionen in Planung: Gespräche mit Fraktionen und Landtagsabgeordneten, Briefe an Frau Ministerpräsidentin Kraft und ihre Stellvertreterin Frau Löhrmann, Protest gegen die einseitige Haltung der Wuppertaler Grünen, Protest in Düsseldorf, möglichst in Zusammenarbeit mit anderen BIs an betroffenen Standorten. Wir haben noch viele Eisen im Feuer, nicht alles können wir schon jetzt öffentlich machen, aber die nächsten Aktionen stehen unmittelbar bevor.

 

Unser Dank gilt allen, die gekommen sind, allen, die uns im Nachgang ihre Zustimmung und Unterstützung in vielen Emails zugesagt haben und allen, die bereits am Gründungsabend mit großzügigen Spenden die vor uns liegende Arbeit mit ermöglichen! Nochmals Danke an den CVJM! Wir sind gut gerüstet! Unterstützen sie die BI bitte weiter!

 

Georg Weber

6.11.2012 Flagge zeigen an der "Kleinen Höhe"

Anwohner von Lichtscheid unterstützten am Dienstag die Menschen an der Kleinen Höhe, wo der WZ-Bus zu Gast war. Wir führten viele Gespräche mit dem Ziel, uns zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsame Standpunkte zu finden.

Wir halten es nicht für sinnvoll, die beiden von der Politik genannten Standorte gegeneinander auszuspielen. Statt dessen sollte es Zusammenarbeit geben.

Es wurde klar, dass es auch an der Kleinen Höhe massiven Widerstand gegen die Errichtung einer Forensik gibt. Wir haben deutlich gemacht, dass der Standort Lichtscheid, anders als zum Teil von Menschen an der Kleinen Höhe dargestellt, keinesfalls "aus dem Spiel" ist und wir gemeinsam gegen die Art und Weise vorgehen müssen, wie hier von oben herab in einem intransparenten Verfahren eine solche Einrichtung in Wuppertal durchgezogen werden soll.

Auch haben wir deutlich gemacht, dass es uns nicht nur darum geht, den Standort Müngstener Straße endgültig und verbindlich auszuschließen. Da es überall berechtigten Widerstand gibt, ist klar, dass eine solche Forensik u.a. einen Mindestabstand zur Wohnbebauung einhalten muss. Es kommt nur ein Standort in Frage, der die negativen Auswirkungen minimiert.

Und: Da in Wuppertal bereits zwei Strafvollzugseinrichtungen bestehen - mit der in Remscheid-Lüttringhausen an der Grenze zu Ronsdorf sind es sogar drei in einem Umkreis von 10 Kilometern - trägt Wuppertal in diesem Bereich genug Verantwortung. Daher müssen auch in den Kommunen des Landgerichtsbezirks, die weniger Verantwortung übernommen haben, Standorte geprüft werden. Wir fordern OB Jung auf, sich dafür einzusetzen.