Sommerfest - super Wetter, super Stimmung, super voll

Ministerin Steffens soll sich ein Herz fassen und sich für einen wirklich geeigneten Standort entscheiden. Das Gelände auf Lichtscheid ist aus sachlichen Gründen für eine Forensik ungeeignet.

Das Sommerfest unter dem Motton "Wir l(i)eben Lichtscheid" war ein voller Erfolg. Über die gesamten drei Stunden war der Platz am Straßenverkehrsamt Müngstener Straße sehr gut besucht - trotz der alternativen zweitgleichen Veranstaltungen.

Hunderte Protestpostkarten wurden Richtung Düsseldorf geschrieben. Zudem schrieben die Menschen Botschaften an Frau Ministerin Steffens in Herzen und klebten sie auf große Pappen. Die Ministerin soll sich endlich ein Herz fassen und sich für einen geeigneten Standort und damit gegen eine Maßregelvollzugsanstalt auf Lichtscheid entscheiden.

Das Fest wurde von den Bügrervereinen - insbesondere dem Bürgerverein Hochbarmen - unterstützt. Dafür sagen wir noch einmal Danke!

Viele Lokalpolitiker sowie Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, FDP und Linken folgten der Einladung und stellten sich den Fragen und Gesprächen mit den Bürgern. In ihren Reden machten Oberbürgermeister Jung und sein SPD-Herausforderer Mucke noch einmal klar: Jede Spekulation, nach der Wahl könnte es leichter sein, eine Forensik auf Lichtscheid durchzusetzen, ist sinnlos. Wuppertal wird sich gegen eine Maßregelvollzugsanstalt auf Lichtscheid weiter wehren.

Georg Weber von der BI Keine Forensik auf Lichtscheid hob die Geschlossenheit hervor.  Er habe Hochachtung vor allen, die sich trotz enger werdender Spielräume für ein Mandat oder Amt in der Lokalpolitik zur Verfügung stellen. Weber rief dazu auf, im September den Lokalpolitikern in der Auseinandersetzung mit Düsseldorf den Rücken zu stärken und zur Wahl zu gehen. Dabei sie es wichtig, nur einem Kandidaten die Stimme zu geben, der sich klar und deutlich gegen eine Maßregelvollzugsanstalt auf Lichtscheid einsetze.

Neben aller Politik war das Sommerfest aber vor allem eins - ein Fest. Eine besondere Attraktion war der Leiterwagen der freiwilligen Feuerwehr, der die glücklichen Gewinner der regelmäßigen Auslosung in luftige Höhen herauffuhr. Glaubhaften Aussagen nach soll man von dort oben nicht nur einen fantastischen Überblick über das Gelände auf Lichtscheid, sondern auch einen Weitblick bis nach Düsseldorf gehabt haben.

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen erfreuten sich Bierwagen, Cocktailtaxi und Eiswagen großer Beliebtheit. An der Popcornmaschine, dem Kuchenbuffet (alles Spenden - vielen Dank!) und dem Grill herrschte Hochbetrieb. Über 800,- Euro spendeten die Menschen hier für die Unkosten des Festes, das Porto für die Proetstpostkarten und die zukünftige Arbeit der Bürgerinitiative. Ein dickes Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender!

Das gesamte Fest verlief Dank der gründlichen Vorarbeit und Organisation ohne Zwischenfälle. Auch dafür Danke an das Vorbereitungsteam, alle Helfer und die federführende Organisatorin, Frau Weber!

Die Rückmeldungen, die uns erreichen, sind durchweg positiv. Wir haben gezeigt: Gemeinsam können wir viel erreichen! Wir werden eine Forensik auf Lichtscheid verhindern!

Bürgerversammlung - Ein starkes Signal

Über 200 Menschen versammelten sich heute zur Bürgerversammlung im Spiegelsaal. Ebenso viele handgeschriebene Postkarten verlassen nun Wuppertal in Richtung Gesundheitsministerium. Sie erinnern die Ministerin Steffens daran, dass das Gelände an der Müngstener Straße für eine Forensik schon wegen der Lage mitten im Wohngebiet nicht geeignet ist. Und sie fordern, nach der Absage der BDA nicht automatisch auf das Gelände zuzugreifen. Die BI Keine Forensik auf Lichtscheid informierte die Bürger über die aktuelle Lage und die Ergebnisse der ersten Gespräche mit der Politik sowie über die weitere Planung. Auch Vertreter der Lokalpolitik waren vor Ort.

„Wir sind wieder da! Gemeinsam werden wir eine Forensik am ungeeigneten Standort auf Lichtscheid verhindern.“, ist sich Stefan Vassilikos von der BI sicher. „Unser Ziel ist jetzt zunächst, dass die Ministerin sich nicht reflexartig auf Lichtscheid festlegt, sondern ernsthaft eine geeignetere Alternative gesucht wird.“

Bislang hat die BI Gespräche mit dem Oberbürgermeister Jung, den SPD-Landtagsabgeordneten Neumann, Bell und Bialas, mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Reese und mit Herrn Hohlweger von der BDA geführt, sowie weitere Gespräche mit den übrigen Ratsfraktionen, dem OB-Kandidaten Mucke und dem Sozialdezernenten Kühn geplant.

Über alle Parteigrenzen hinweg herrscht Einigkeit darüber, dass das Gelände an der Müngstener Straße für die Forensik nicht infrage kommt. Die Vorstellungen, wie hier eine Alternative verwirklicht werden kann, gehen jedoch im Detail auseinander.

„Für uns kommt es entscheidend darauf an, dass die politischen Kräfte ihre Einigkeit der Ablehnung einer Forensik auf Lichtscheid nun auch in eine gemeinsame Verwirklichung dieses Zieles umsetzen. Jede Aktivität sollte auf das gemeinsame Ziel ausgerichtet sein.“, gibt Georg Weber den bei der Bürgerversammlung anwesenden Lokalpolitikern mit auf den Weg. „Letztlich führen hier unter Umständen auch verschiedene Wege zum Ziel.“

Neben dem Gesundheitsministerium in Düsseldorf ist daher auch die Lokalpolitik Adressat für die Bürgerinitiative.

 

Berichte von der Bürgerversammlung:

Wuppertaler Rundschau

Radio Wuppertal

 

8.11.2012 BI Gründungsversammlung: Saal platzt aus allen Nähten